Un saluto da Münster dove abbiamo appena finito il nostro congresso mariano col titolo "affascinato da Dio - la vita di Maria per oggi". C'erano presente più di 800 partecipanti, il vescovo ... e c'eri presente anche tu con la tua tela "Maria". L'abbiamo esposto nel Foyer della grande sala dove ognuno passava. Anzi: salendo le scale Maria con i suoi occhi grandi era la prima ad accogliere le persone.



Die Gottesmutter in Künstleraugen:
"Maria" von Michel Pochet; das
Bild hing am Samstag in der
Hiltruper Stadthalle.

600 Christen bei Fokolar-Treffen…

"…fasziniert von Gott"

Münster. Maria ist eine starke Frau. Maria ist eine interessante Frau. Maria ist eine aktive, eine schöne Frau. Maria ist die Mutter Jesu. Und: Maria ist Modell. Ihr von Gott begleitetes und geleitetes Leben kann noch heute Vorbild sein. Davon überzeugt zeigten sich am Samstag (20.09.03) Anhänger und Aktive der Fokolar-Bewegung bei einer Tagung in Münster-Hiltrup und spürten der Aktualität marianischer Erfahrung im eigenen Dasein nach. 600 Christen – "fasziniert von Gott".

Zu Maria sprach der Herr einst durch einen Engel. Annedore Wilmes traf Gott in der Eisdiele. Und in einer Lebenskrise. Die Mutter der heute 22-Jährigen hatte einen Schlaganfall erlitten als ihre Tochter schon auf gepackten Koffern saß und in ein Hilfscamp nach Bosnien aufbrechen wollte. Dorthin, wo "das Evangelium gelebt wird". Doch sie blieb. Blieb bei ihrem Vater, ihren zwei Brüdern, blieb bei ihrer kranken Mutter.

"Ich habe erkannt, dass mein Ort für Wiederaufbauarbeit nicht in Bosnien, sondern zu Hause ist." Ein Priester hatte ihr bei einem Eisbecher von Menschen erzählt, "die Gott beim Wort genommen hat". Danach ahnte sie, "was es heißt, mit Ihm zu leben". Später – in einem ganz profanen Moment: beim Wäscheaufhängen – spürte Annedore Wilmes plötzlich: "Ja, Jesu Botschaft stimmt. Und sie gilt auch für mich."

Geteilte Erfahrungen

All das erzählte die Studierende der Kulturwissenschaften öffentlich und voll Offenheit, sprach über ihren Glauben und über die Parallele, die sie zwischen ihrem Leben und dem der Gottesmutter erkennt: "Maria konnte damals – wie ich heute – auch nicht viel tun. Nur sich auf Gott einlassen." Durch ihre Erzählung sollten Menschen "etwas von Ihm verstehen." Und auch sie gewinne etwas: "Erfahrungen beginnen doch erst zu leben, wenn man sie teilt."

Damit spricht sie das Prinzip einer "neuen Art der Glaubensverkündigung" aus, die nicht nur auf das theologische Wort baue, sondern neben die Exegese die menschliche Erfahrung rücke, erklärte Bernhard Rösch vom Organisationsteam. Daher habe man – angeregt vom päpstlichen Schreiben über das Rosenkranzgebet – "die Erfahrung Marias für heute" in den thematischen Mittelpunkt gerückt. Um zu zeigen: "Jeder, der sich auf Gott einlässt, den führt er auf seinem Weg". Einen Weg mit verschiedenen Etappen, einen Weg, auf dem sich Gott bemerkbar, auf dem er aber auch Ärger oder dem Menschen Beine macht.

Sie durfte "hinter seine Maske
schauen". Julia Martinczuk mit Dirk
von der Heide, die gemeinsam
in der Fokolar-Bewegung aktiv sind.

Diese machte er Julia Martinczuk. Ihre Gotteserfahrung ließ die 22-Jährige vor einigen Jahren auf einen Außenseiter in ihrer Klasse zugehen. "Er mag großkalibrige Waffen", das wusste man von ihm. Mehr nicht. Julia wollte mehr wissen und fragte. Dirk von der Heide gestand ihr, nur genervt von der Oberflächlichkeit der anderen Jugendlichen zu sein, sich allein als Schutz das abschreckende Image zugelegt zu haben. "Ich durfte hinter seine Maske schauen."

Glaube als "roter Faden" im Alltag

Heute ist Julia mit Dirk befreundet, hat den 22-jährigen Zeitsoldaten mit zur Fokolar-Bewegung genommen, in der die Chemiestudentin seit ihrem zwölften Lebensjahr aktiv ist. Denn dort habe sie – Tochter aus katholischem Elternhaus – erfahren, dass "Gott Liebe ist, mich annimmt – einfach so. Früher musste ich immer dafür etwas leisten". Heute trifft sie sich einmal pro Woche mit Gleichaltrigen. Gemeinsam reflektieren sie Texte der Bibel, ihr Leben. Der Glaube sei ihr "roter Faden" im Alltag, sagt die junge Frau. Durch ihn lebe sie "anders – schwieriger aber intensiver". In der Uni stoße das schon mal auf Ablehnung. Ihre Offenheit in religiösen Dingen bereut sie dennoch nicht: "Besser darüber zu sprechen, als sich anzupassen."

Sechs Wege, sechs theologische Impulse, Erfahrungsberichte und sechs künstlerische Interpretationen der Lebensstationen Marias strukturierten die Fokolar-Tagung, die jedoch auch andere christliche Initiativen aktiv mitgestalteten. "Neue Gemeinschaften sind ein Zeichen, dass Gottes Geist noch wirkt – noch heute und auch noch Wunder", freut sich Rösch.

Seine Gemeinschaft, die in Nordwestdeutschland inzwischen 3.000 Aktive und etwa 7.000 Anhänger zähle, außerdem langsam aber stetig wachse, zeichne sich etwa durch das Bewusstsein aus, dass Christus in der gemeinsamen Mitte der Menschen stehe, eben dort, "wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind..." Familiäre Wärme und Geborgenheit soll – gemäß des Wortes "focolare", italienisch für "Herdfeuer" – in diesen Gemeinschaften herrschen. Nach außen hingegen gelte es, "Räume anzubieten, in denen Christus erfahrbar werden kann". Das bedeute, so Rösch, wie Maria zu sein: eine Gottesgebärerin, die "Jesus in die Welt bringt".

Text und Fotos: Kerstin Heil, 21.09.2003